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Gedankenspiele

Das Magazin für gelungene Veranstaltungen

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Das Magazin für gelungene Veranstaltungen

Woher wusste er das?

Mentalist Florian Dolar zeigt einem lachenden Gast am Tisch ein Kunststück während einer Hochzeitsfeier

Was ein Mentalist vor der Show über die Gäste erfährt – und was nicht

In so vielen Momenten höre ich denselben Satz: „Woher wusstest du das?“ Und egal, ob Sie als Personalabteilung die nächste Weihnachtsfeier planen, als Office Management die Einladungen verschicken, als Geschäftsführung die Budgetfreigabe erteilen oder einfach neugierig sind, weil Sie selbst auf einer Firmenfeier verzaubert wurden – es schwingt oft eine leisere, aber wichtige Frage mit: Bekommt der Künstler vorher Informationen über unsere Mitarbeiter? Werden Daten weitergegeben? Wird am Ende jemand auf der Bühne vorgeführt, weil ich vorab etwas über ihn wusste, das ich eigentlich gar nicht hätte wissen sollen? Diese Frage beantworte ich hier offen – ganz ohne ein einziges Showgeheimnis zu verraten. Denn genau das lässt sich trennen: Was ich für eine gelungene Show wirklich brauche, und was mit Vorabwissen über einzelne Personen überhaupt nichts zu tun hat.

Bekommt ein Mentalist vor der Show Informationen über die Gäste?

Ich bekomme keinerlei personenbezogene Daten und Informationen über Mitarbeiter – allerdings bekomme ich natürlich organisatorische Angaben. Vor jeder Firmenfeier frage ich ab:

  • Datum und groben Ablauf der Veranstaltung
  • ungefähre Anzahl der Mitarbeiter
  • eine Ansprechperson für die Organisation vor Ort
  • die grobe Gästestruktur – etwa, ob ein einzelnes Team feiert oder mehrere Abteilungen gemischt sitzen
  • womit das Unternehmen sein Geld verdient

Das sind dieselben Angaben, die jeder andere Dienstleister braucht, der für Sie arbeitet – von der Cateringfirma bis zur Band. Der Anlass entscheidet über den Ton der Show, die Gruppengröße über den Ablauf, und zu wissen, in welcher Branche Sie arbeiten, hilft mir, Beispiele und Humor passend zu wählen, statt mit Standardmaterial durch den Abend zu gehen. Auf die einzelne Person, mit der ich später am Tisch stehe, sagen diese Angaben dagegen nichts aus – und genau das ist der Punkt.

Welche Informationen bekomme ich ausdrücklich nicht?

Keine Namen im Voraus, keine Positionen, keine privaten Details, keine Namen von Ehepartnern, witzige Anekdoten, keine Einladungsliste mit Zusatzinfos – und schon gar keine Recherche in sozialen Netzwerken zu einzelnen Gästen. Der Grund dafür ist denkbar einfach: Ich arbeite grundsätzlich nicht mit personenbezogenen Mitarbeiterdaten.

Für Sie als Unternehmen bedeutet das konkret: An dieser Stelle entsteht mit mir als Showact kein zusätzlicher Klärungsbedarf zum Datenschutz personenbezogener Daten. Es gibt schlicht keine Mitarbeiterinformationen, die ich anfragen, speichern oder weitergeben könnte. Bildrechte für etwaig entstandene Fotos werden von uns separat geklärt.

Ist das nicht einfach clevere Recherche im Vorfeld?

Ein verbreiteter Verdacht: Der Mentalist habe sich die Gäste vorher angesehen, ein wenig gegoogelt, vielleicht sogar stundenlang auf Facebook und Instagram verbracht 🙂 Genau das findet nicht statt – weil es dem, was auf der Bühne oder am Tisch passiert, komplett widersprechen würde. Eine Mentalshow lebt davon, dass die Situation echt und unvorbereitet ist. Vorbereitetes Wissen über einzelne Personen würde den Moment nicht verstärken, sondern zerstören – für die Gäste genauso wie für mich.

Eine Mentalshow funktioniert nur, weil sie nicht gestellt ist – jede Vorstellung reagiert auf die Menschen, die an diesem Abend im Raum sitzen, nicht auf eine im Vorfeld erstellte Liste.

Woher weiß ich dann, welche Gedanken ich auf der Bühne ausspreche?

Die Antwort ist unspektakulärer, als viele erwarten: aus dem Moment selbst. Selbstverständlich sind meine Auftritte im Ablauf vorbereitet, geübt, der eine oder andere Witz gut erprobt und überraschende Momente geplant. Aber die Informationen, mit denen ich arbeite, bekomme ich nicht vorher, sondern in der Situation – ich stelle mich live neu auf die jeweilige Situation und meinen Spielpartner ein. Egal ob auf der Bühne, oder im Walking-Act.

Was zählt, ist die Aufmerksamkeit für die konkrete Situation: wie jemand reagiert, wie eine Gruppe miteinander umgeht, welche Dynamik gerade am Tisch herrscht. Das ist Handwerk, das sich über Jahre entwickelt – aber es ist live erarbeitetes Handwerk, kein Rechercheergebnis. Wie das im Detail funktioniert, welche Wahrnehmungs- und Kommunikationstechniken dabei eine Rolle spielen, ist Thema eines eigenen Artikels [Gedankenlesen]; hier soll es ausschließlich um die Frage gehen, was vorher an Informationen fließt – und was nicht.

Was heißt das für die Vorbereitung Ihrer Veranstaltung?

Für Sie bedeutet das vor allem: wenig Aufwand. Ein kurzes Abstimmungsgespräch zu Ablauf, Rahmen und den oben genannten Eckdaten reicht aus. Sie müssen also weder eine Mitarbeiterliste zusammenstellen noch intern klären, wer welche Angaben freigeben darf – dieser Punkt entfällt bei der Planung komplett.

Alle Details zum Format für Ihre Firmenfeier – von der Dauer bis zum Ablauf – finden Sie auf meiner Seite für Firmenevents. Wenn Sie zusätzlich wissen möchten, mit welchem Budget Sie kalkulieren sollten, habe ich das im Artikel „Was kostet ein Mentalist für die Firmenfeier?“ zusammengefasst.

Am Ende bleibt die Show das, was sie sein soll: eine Überraschung – für Ihre Gäste genauso wie für mich, bis zu dem Moment, in dem ich selbst am Tisch stehe. Genau das macht eine Mentalshow aus: Niemand im Raum, auch ich nicht, kenne die allermeisten Gedanken meiner Spielpartner im Voraus. Mehr zu meinem Programm für Unternehmen finden Sie auf meiner Seite für Firmenevents.

Über den Autor

Ich bin Florian Dolar, Mentalist für Bühnenshows, Walking Acts und Hypnose-Shows bei Firmen- und Privatevents deutschlandweit. Meine Leidenschaft für die Mentalmagie habe ich zu meinem Beruf gemacht, weil ich es liebe, Menschen zu begeistern und Erwachsene für einen Moment wieder zum Staunen zu bringen. Ich trete auf Deutsch und Englisch auf.