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Gedankenspiele

Das Magazin für gelungene Veranstaltungen

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Guten Mentalisten erkennen

Florian Dolar auf der Bühne bei einer Mentalmagie-Show mit zwei Gästen aus dem Publikum

Wenn Sie als Personalabteilung, Vereinsvorstand oder Mitarbeiter aus der Personalabteilung zum ersten Mal einen Mentalisten für Ihr Event buchen, stehen Sie vor einem echten Problem: Auf den ersten Blick wirken fast alle Angebote gleich. Hochglanzfotos, große Versprechen, ähnliche Preisspannen. Wer hält wirklich, was er verspricht – und wer verkauft nur gut? Die folgenden sieben Kriterien zeigen Ihnen, worauf es ankommt, damit Sie einen guten Mentalisten finden und das vor der Buchung klären, nicht erst am Abend der Veranstaltung.

Gibt es den „besten Mentalisten“ – oder nur den passenden?

Den einen besten Mentalisten gibt es nicht. „Bester Mentalist“ ist eine Werbeaussage, die sich weder überprüfen noch mit einem einzigen Maßstab belegen lässt – jede Show wirkt anders, je nachdem, wer sie bucht und für welchen Anlass. Seriöse Anbieter werben deshalb nicht durchgehend mit diesem Superlativ, sondern lassen Sie anhand nachprüfbarer Kriterien selbst entscheiden, wer zu Ihrem Publikum, Ihrer Firmenkultur und Ihrem Budget passt. Genau darum geht es in den folgenden sieben Punkten – als Checkliste, die Sie bei jedem Anbieter gleichermaßen anwenden können.

Woran erkenne ich, ob Referenzen echt sind?

Echte Referenzen sind öffentlich einsehbar – auf der Website des Anbieters, nicht nur als Behauptung im Angebotstext. Achten Sie darauf, ob konkrete Unternehmen oder zumindest konkrete Veranstaltungsarten genannt werden, statt nur allgemeiner Aussagen wie „schon für viele namhafte Firmen aufgetreten“. Seriöse Anbieter zeigen ihre Referenzen offen, etwa auf der Startseite oder auf der Seite für Firmenevents – geben aber aus Datenschutzgründen selten private Kontaktdaten früherer Kunden an Dritte weiter. Das ist ein gutes Zeichen, kein Warnsignal: Es zeigt, dass auch mit den Daten Ihres eigenen Unternehmens später sorgfältig umgegangen wird. Fragen Sie im Zweifel direkt nach, zu welchen ähnlichen Anlässen und Branchen der Künstler bereits gebucht wurde. Ohne Unternehmensdaten kann hier sicherlich eine grobe Idee gegeben werden.

Warum ist echtes Videomaterial aussagekräftiger als ein Studio-Reel?

Live-Aufnahmen von echten Auftritten sagen mehr über die Wirkung einer Show aus als ein poliertes Studiovideo, weil sie nicht inszeniert sind. Sie sehen echte Publikumsreaktionen und echte Begeisterung – oder eben nicht. Ein Studio-Reel mit Kunstlicht, Schnitt und ausgewählten Einstellungen zeigt handwerkliches Können, aber nicht zuverlässig, wie eine Show bei echten Gästen in einem echten Raum ankommt. Fragen Sie deshalb gezielt nach Aufnahmen von realen Veranstaltungen statt nach dem Showreel. Gute Anbieter stellen solches Material direkt auf ihrer Website oder in sozialen Medien bereit und versenden auf Wunsch zusätzliche Ausschnitte per Mail.

Wie geht ein guter Mentalist mit Freiwilligen aus dem Publikum um?

Ein guter Mentalist stellt die einbezogene Person nie bloß, sondern macht sie zum Star des Moments. Das gelingt über Charme und Humor statt über Häme – Ihre Gäste merken innerhalb weniger Sekunden, ob jemand mit ihnen arbeitet oder auf ihre Kosten. Genauso wichtig ist der Umgang mit Ablehnung: Wer erkennbar nicht mitmachen möchte, sollte das ohne jede Diskussion tun dürfen. Ein erfahrener Künstler wählt dann einfach eine andere Person aus dem Publikum aus, ohne dass daraus ein Thema wird oder Druck entsteht. Fragen Sie im Erstgespräch ruhig direkt danach, wie damit umgegangen wird – die Antwort verrät viel über den Stil der gesamten Show.

Passt sich die Show wirklich an Ihre Firmenkultur an?

Eine gute Show passt Ton und mitunter auch Inhalte daran an, ob Ihr Publikum eher zurückhaltend-konservativ oder laut-ausgelassen ist – das macht für die Wirkung am Abend spürbar einen Unterschied. Ein Mentalist, der unabhängig vom Publikum immer dasselbe Programm im gleichen Ton spielt, hat sich diese Anpassung schlicht nicht zur Aufgabe gemacht. Fragen Sie deshalb vorab, ob und wie sich der Künstler nach der Stimmung, der Branche und der Kultur Ihres Unternehmens erkundigt – und ob diese Informationen tatsächlich in die Show einfließen, statt nur höflich zur Kenntnis genommen zu werden.

Welche Technik braucht ein Mentalist wirklich?

Ein professioneller Mentalist kommt mit überschaubaren technischen Anforderungen aus – eigenes Mikrofon, eigene Funkstrecke, eine klare, kurze Absprache zu Musik und Licht. Das ist kein Zufall, sondern reduziert Ihr organisatorisches Risiko: Je weniger von der Location oder von externen Dienstleistern abhängt, desto reibungsloser laufen Auf- und Abbau, ohne den restlichen Ablauf Ihrer Veranstaltung zu stören. Ein Beispiel aus der Praxis: Ich bringe Headset-Mikrofon und Funkstrecke selbst mit, spiele Musik über iPad und Fernbedienung ein und benötige dafür lediglich eine bereitgelegte DI-Box vor Ort – die Show funktioniert aber auch ganz ohne Musik. Bei Licht bin ich sehr genügsam und komme notfalls vollständig ohne Lichtshow aus; auf Wunsch bringe ich zudem eine eigene, batteriebetriebene Soundbox mit, die selbst die DI-Box überflüssig macht. Wer als Anbieter eine lange Technik-Rider-Liste mit vielen Bedingungen vorlegt, sollte zumindest nachvollziehbar erklären können, warum das für seine Show nötig ist.

Was passiert, wenn ein Mentalist krankheitsbedingt ausfällt?

Fragen Sie das konkret vor der Unterschrift, statt es dem Zufall zu überlassen. Seriöse Anbieter versprechen keine hundertprozentige Garantie – die kann niemand seriös geben –, verpflichten sich aber, im Ausfall alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um einen passenden Ersatz zu vergleichbaren Konditionen zu organisieren. Gute Zauberkünstler haben eine große Basis an Kollegen, mit denen sie solche Fälle besprechen.
Für den Fall, dass das ausnahmsweise gar nicht gelingt, sollte eine sofortige Rückerstattung selbstverständlich sein. Ein Vertrag ohne jede Aussage zu diesem Szenario ist das eigentliche Warnsignal – nicht das ehrliche Eingeständnis, dass sich Krankheit nie zu hundert Prozent ausschließen lässt.

Wie schnell sollte ein Mentalist auf Anfragen reagieren?

Eine zeitnahe, verlässliche Erreichbarkeit – üblicherweise innerhalb der gewöhnlichen Geschäftszeiten, telefonisch wie per Mail – ist ein einfacher, aber erstaunlich zuverlässiger Qualitätshinweis. Genauso wichtig: Diese Erreichbarkeit sollte nicht mit der Unterschrift enden. Ein guter Ansprechpartner ist zwischen Erstkontakt und dem Auftrittstag selbst gleichermaßen greifbar, nicht nur, solange noch etwas zu verkaufen ist. Testen Sie das ruhig selbst, bevor Sie sich entscheiden: Wie schnell und wie hilfsbereit fällt die erste Antwort auf Ihre Anfrage aus?

Wie nutzen Sie diese Kriterien im Erstgespräch?

Nehmen Sie die sieben Punkte als direkten Fragenkatalog für das erste Telefonat oder die erste Mail:

  • Können Sie mir Referenzen zu vergleichbaren Veranstaltungen nennen?
  • Haben Sie Videomaterial von echten Auftritten?
  • Wie gehen Sie vor, wenn jemand nicht auf die Bühne möchte?
  • Wie passen Sie die Show an unsere Unternehmenskultur an?
  • Welche Technik benötigen Sie vor Ort?
  • Was passiert, wenn Sie kurzfristig ausfallen?
  • Wie schnell kann ich mit einer Antwort rechnen?

Ein Anbieter, der auf alle sieben Fragen ruhig und konkret antworten kann, hat in der Regel schon bewiesen, was er später auf der Bühne zeigen soll: Verlässlichkeit unter echten Bedingungen.

Sind diese sieben Punkte für Sie geklärt, bleiben meist nur noch zwei praktische Fragen übrig: Was kostet ein Mentalist für die Firmenfeier? und Wann sollte ich den Showact buchen? Und wenn Sie diese Kriterien direkt für Ihr eigenes Event durchgehen möchten, finden Sie auf meiner Seite für Firmenevents alle Informationen zu Show-Formaten und Ablauf.

Über den Autor

Ich bin Florian Dolar, Mentalist für Bühnenshows, Walking Acts und Hypnose-Shows bei Firmen- und Privatevents deutschlandweit. Meine Leidenschaft für die Mentalmagie habe ich zu meinem Beruf gemacht, weil ich es liebe, Menschen zu begeistern und Erwachsene für einen Moment wieder zum Staunen zu bringen. Ich trete auf Deutsch und Englisch auf.